Am 08. Juli 2021 wurde im kommunalen Windpark Am Ranzenkopf sowie im Windpark der Energielandschaft Morbach eine auf einem Flugradar basierende „Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung“ in Betrieb genommen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Klimaschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) haben in der Energielandschaft Morbach, zu später Stunde, den Startschuss gegeben und die beiden Systeme feierlich in Betrieb genommen.

10 Windräder des kommunalen Windparks Am Ranzenkopf und 7 Windräder in der Morbacher Energielandschaft blinken nur noch, wenn die in diesen beiden Windparken eingebauten Transponder der Firma Lanthan Safe Sky ein Flugzeug oder ein weiteres motorisches Flugobjekt in der Nähe der Windenergieanlagen erfassen. Ansonsten sind die bekannten roten Lichter dieser Windenergieanlagen aus. Damit setzten die Betreiber der beiden Windparke erstmals in Rheinland-Pfalz und als zweite Deutschlandweit das Gesetz der Bundesregierung um, mit dem eine sogenannte Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung für Windenergieanlagen künftig vorgeschrieben ist. Damit soll zur Reduktion der Lichtemission durch die „roten Blinklichter“ der Windenergieanlagen, im Fachjargon Befeuerung genannt, beigetragen und die visuelle Belastung der Windenergieanlagen insbesondere nachts für Mensch und Umwelt minimiert werden.

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Bei der feierlichen Inbetriebnahme der Systeme sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, dass die hier eingesetzte, innovative Technik künftig die Menschen entlaste, die sich vor der Befeuerung gestört fühlen. Anne Spiegel, die Klimaschutzministerin, betonte, dass die Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung sicherlich zu einer höheren Akzeptanz in der Bevölkerung für die Windkraft allgemein und damit ebenfalls für den Klimaschutz beitragen werde. Beide Politikerinnen hoben hervor, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten, ambitionierten Ziele für den Klimaschutz und die damit einhergehende Energiewende einer großen gesellschaftlichen Anstrengung bedürfen werde. Dabei sei die Akzeptanz in der Bevölkerung für den weiteren Ausbau der Windenergie unerlässlich. Solche Systeme wie die Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung tragen sicherlich dazu bei, so Ministerin Dreyer.
Während Bürgermeister Andreas Hackethal dem Betreiber des Bürgerwindparks in der Morbacher Energielandschaft für die Installation dankte und stolz insbesondere die Rolle des Gemeinderates hervorhob, welcher den Einsatz eines solchen Systems von dem künftigen Betreiber bereits bei der Verpachtung der Flächen für den Windpark forderte, dankte Bürgermeister Leo Wächter insbesondere den Gesellschaftern des kommunalen Windparks Am Ranzenkopf, den kommunalen Vertretern in der Gesellschafterversammlung für ihren Mut und ihre Voraussicht. Sie seien bereits Mitte des vergangenen Jahres der Empfehlung des Geschäftsführers Roland Glaz für das Pilotprojekt gefolgt, aus Verpflichtung für die Region mit guten Beispiel voranzugehen und die bisherige, von den Windenergieanlagen am Ranzenkopf ausgehende Lichtbelastung künftig auf das Minimum zu reduzieren. Dass die Zustimmung für den nachträglichen Einbau des Systems ohne Zögern und einstimmig in der Gesellschafterversammlung erfolgte, sei eine Bestätigung für die sehr gute interkommunale Zusammenarbeit im Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Bis Ende 2022 müssen die meisten Windanlagenbetreiber Deutschlandweit ebenfalls eine solche Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung einbauen, wollen sie weiter eine Förderung für den eingespeisten Strom nach dem Erneuerbaren Energiegesetzt erhalten. Die ständige nächtliche Beleuchtung der hohen Windenergieanlagen gehört damit künftig in den meisten Fällen der Vergangenheit an. Dabei haben der kommunale Windpark Am Ranzenkopf und der Windpark in der Morbacher Energielandschaft die Vorreiterrolle in Rheinland-Pfalz übernommen.


 

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