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Zum Valentinstag
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Beim Love Scamming nutzen Kriminelle die Sehnsucht nach Nähe und Zweisamkeit gezielt aus. Die Liebesbetrüger:innen täuschen über gefälschte Online-Profile Gefühle vor, um ihre Opfer finanziell zu schädigen. Anlässlich des Valentinstags warnen Verbraucherzentrale Brandenburg und die Polizei des Landes Brandenburg gemeinsam vor dieser Betrugsmasche und geben Hinweise, wie sich Betroffene schützen können.

So gehen Liebesbetrüger:innen vor
Beim Love Scamming erstellen Kriminelle täuschend echte Profile und präsentieren sich oft als attraktive, erfolgreiche Singles. Um das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen, bauen sie schnell emotionale Nähe auf, machen viele Komplimente oder schildern dramatische Lebensgeschichten. Ein persönliches Treffen findet jedoch nie statt und wird immer wieder unter Vorwänden verschoben. Stattdessen folgen Bitten um Geld, etwa in Form von Geschenkkarten, oder Hilferufe wegen angeblicher Notlagen wie gestohlener Ausweispapiere, teurer Krankenhausaufenthalte oder Geschäftsreisen im Ausland.

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Warnsignale frühzeitig erkennen
„Eine rückwärtsgerichtete Bildersuche im Internet kann helfen, gestohlene Profilbilder oder Fotos aus Bilddatenbanken zu entlarven“, sagt Michèle Scherer, Digitalexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Auch immer neue Ausreden für das Verschieben geplanter Treffen sind ein deutliches Warnsignal. Im Zweifelsfall sollten Betroffene auf einen Video-Chat bestehen, um sich zumindest davon zu überzeugen, dass die Person existiert. Allerdings ist dies noch kein Beweis für die Seriosität. „Wenn die neue Liebe Geld, Geschenke oder sensible persönliche Daten wie Ausweiskopien oder Kontodaten verlangt, sollten Angesprochene äußerst kritisch sein und den Kontakt abbrechen. Da Betroffenen dies erfahrungsgemäß schwerfällt, empfehlen wir, sich Freund:innen oder Familienmitgliedern anzuvertrauen und über mögliche Warnsignale zu sprechen“, so Scherer. Auch angebliche Schecks sollten frisch Verliebte niemals einlösen und keine Briefe oder Päckchen weiterleiten.

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Schutz vor Love Scamming
Polizei und Verbraucherzentrale empfehlen, verdächtige Kontakte konsequent zu melden und zu blockieren. Ist es bereits zu einem Betrugsversuch gekommen, raten sie Betroffenen, den Kontakt sofort abzubrechen und sämtliche Chatverläufe sowie Belege, etwa zu Überweisungen, zu sichern. „Geschädigten von Love Scamming raten wir, sich Hilfe im Familien- oder Freundeskreis zu suchen, da Außenstehende bei einem Kontaktabbruch in einer emotionalen Ausnahmesituation helfen können. Zudem sollten Betroffene den Vorfall unverzüglich bei der Polizei melden. In Brandenburg ist dies unkompliziert über die Onlinewache oder auf jeder Polizeidienststelle möglich. Wurde bereits Geld überwiesen, ist eine sofortige Kontaktaufnahme mit der Hausbank empfehlenswert, auch wenn eine Rückbuchung in vielen Fällen nicht mehr möglich ist.


 

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