18. Januar 2021

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Grußwort des Landrats zu Weihnanchten

Gregor Eibes
Foto: Kreisverwaltung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Weihnachten anders

vielleicht ein bisschen weniger

vielleicht ein bisschen langsamer

vielleicht ein bisschen stiller

vielleicht ein bisschen mehr warten

vielleicht dann ein bisschen mehr Weihnachten.

 

-Anke Maggauer-Kirsche-

 

wer hätte das im Dezember 2019 für möglich gehalten, dass ein Virus uns in 2020 so ausbremsen, unser komplettes gesellschaftliches, wirtschaftliches Leben und auch unser soziales Miteinander dermaßen auf den Kopf stellen würde.

In diesem Jahr war alles anders. Jede/jeder musste der Corona-Pandemie geschuldete Einschnitte und Einschränkungen hinnehmen: Kinder und Eltern mussten mit der zeitweisen Schließung der Kindertagesstätten und Schulen zurechtkommen, ältere und kranke Menschen in Seniorenheimen und Krankenhäusern dürfen nur eingeschränkt oder gar nicht besucht werden, viele wirtschaftliche Unternehmen haben auch wegen der Lockdowns große Sorgen um ihre Existenz, Mitbürgerinnen und Mitbürger sind in Kurzarbeit und bangen um ihren Arbeitsplatz, die Gastronomie- und Tourismusbranche muss Einnahmeverluste hinnehmen. Die Veranstaltungs- und Kulturszene litt und leidet, weil es kaum Konzerte und Veranstaltungen gab. Und wir alle vermissen manchen sozialen Kontakt, der vorher möglich war. Niemand von uns hat bislang etwas Vergleichbares erlebt.

Hatten wir es im Landkreis zu Beginn der Pandemie mit einer vergleichsweise geringen Anzahl von Infektionszahlen zu tun und nur wenige Todesfälle zu beklagen, stiegen nach einem relativ ruhigen Sommer im Herbst 2020 die Infektionszahlen und sehr bedauerlicherweise auch die Zahl der an oder mit COVID-19 Verstorbenen stark an. Jede, jeder Verstorbene, ist eine/r zu viel und hinter jedem corona-bedingten Todesfall steht ein persönliches Schicksal, stehen Angehörige, die um einen geliebten Menschen trauern.

Der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, insbesondere unserem Gesundheitsamt und unserer Kreisordnungsbehörde, kommen aufgrund ihrer Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz bei der Corona-Pandemie eine besondere Rolle zu, die die Kolleginnen und Kollegen des Kreishauses vor riesige und immer wieder neue Herausforderungen stellte und stellt. Seit Beginn der Corona-Krise haben wir in unserer Verwaltung verschiedene Hotlines eingerichtet, die den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Anliegen und Fragen zur Verfügung stehen. Allen, die sich diesen besonderen Herausforderungen gestellt haben, sage ich ein herzliches Dankeschön.

Großen Respekt und Dank zolle ich allen Menschen, die in diesen schwierigen Zeiten im Kleinen und Großen ihren Beitrag zur Bewältigung dieser Pandemie leisten, stellvertretend für alle nenne ich besonders die Ärzte und Pflegekräfte in den Pflegeheimen und Krankenhäusern, die in der Betreuung und Versorgung ihrer Patienten Herausragendes leisten und sich um die besonders gefährdeten Mitbürgerinnen und Mitbürger kümmern.

Die Pandemie hat auch den Gemeinsinn und viele gute Ideen beflügelt, wie Mitmenschen in dieser schwierigen Situation geholfen werden kann. Tief beeindruckt bin ich von den zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Landkreis, die zum Beispiel für ihre älteren Nachbarn Einkäufe und Besorgungen erledigen und damit einen wichtigen Beitrag zu menschlicher Nähe und Solidarität leisten. Ich freue mich sehr, dass eine Nachbarschaftshilfe-Initiative „Wittlich-Land und Stadt Wittlich hilft sich“ und Renate Wagner aus Maring-Noviand im Dezember dieses Jahres wegen ihres beeindruckenden freiwilligen Engagements während der Corona-Pandemie mit dem Bürgerpreis „Stille Stars“ des Landkreises ausgezeichnet wurden.

Wir sind im Landkreis Bernkastel-Wittlich im Vergleich zu anderen Regionen relativ gut durch die Pandemie gekommen. Ich bin überzeugt, dies ist dem besonnenen und rücksichtsvollen Handeln der meisten Bernkastel-Wittlicher Bürgerinnen und Bürger zu verdanken, die die Abstands- und Hygieneregeln, die Maskenpflicht und die weiteren Corona-Regelungen des Bundes, des Landes und des Kreises beachten und die dies aus Rücksicht und Sorge um die Gesundheit ihrer Mitmenschen und ihrer Gesundheit tun.

Sicher werden wir bis zur Überwindung der Corona-Pandemie noch etwas längeren Atem brauchen. Hoffnungsvoll darf uns stimmen, dass es in der Entwicklung von Impfstoffen gegen COVID-19 sehr gute Perspektiven durch verschiedene pharmazeutische Unternehmen gibt. Der Landkreis hat mit Hochdruck ein Impfzentrum im Gebäude des ehemaligen Hela-Baumarktes in Wittlich eingerichtet. Ich verspreche Ihnen, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, werden wir alles dafür tun, dass die Impfungen zügig durchgeführt werden können.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Weihnachtsfest und auch Silvester 2020 werden diesmal sicher anders sein, als in den Jahren zuvor, vielleicht ein bisschen weniger, vielleicht ein bisschen langsamer, vielleicht ein bisschen stiller. Wir alle werden nicht in dem großen Personenkreis feiern können, wie es uns lieb ist und wie wir es gewohnt waren. Ich bitte Sie herzlich, akzeptieren Sie dies für sich und für Ihre Mitmenschen, damit wir im kommenden Jahr wieder sorgloser unser Miteinander genießen können.

Ich wünsche Ihnen allen besinnliche und frohe Weihnachtstage und ein glückliches, gesundes, neues Jahr.

Achten Sie weiterhin auf sich, Ihre Mitmenschen und bleiben Sie zuversichtlich!

 

Aus dem Kreishaus in Wittlich grüßt Sie herzlich

(Gregor Eibes)

Landrat

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