2. Dezember 2020

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Landrat Eibes fordert Perspektive für Hotellerie und Gastronomie

Symbolfoto

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Die aktuell vorherrschende Corona-Pandemie führte in den vergangenen Wochen zu weitreichenden Einschränkungen in nahezu allen Lebensbereichen. Auch die Wirtschaft ächzt unter der drückenden Last der Krise. Die jetzt teilweise getroffenen Lockerungen bieten einzelnen Branchen bereits eine Perspektive, andere warten hingegen nach wie vor auf eine solche – so auch die im Landkreis Bernkastel-Wittlich sehr ausgeprägte Tourismusbranche.

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Daher fordert der Bernkastel-Wittlicher Landrat Gregor Eibes im Vorfeld der Bund-Länder-Abstimmung am Mittwoch klare Aussagen zur einer geregelten Öffnung von Hotellerie und Gastronomie. „Mich erreichen nahezu täglich Brandbriefe von Restaurantbetreibern und Hoteliers, die sich in einer schier aussichtslosen Lage befinden“, schildert Eibes, der zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der Mosellandtouristik GmbH sowie Vorsitzender der Regionalinitiative Mosel ist, die dramatische Situation in der Tourismusbranche. Von einem auf den anderen Tag sei den Betrieben nicht nur die Geschäftsgrundlage, sondern auch der Boden unter den Füßen entzogen worden. „Die Unternehmen befinden sich nunmehr seit Wochen im freien Fall“, gibt Eibes zu bedenken und warnt: „Wenn nicht sehr bald eine Änderung eintritt, droht vielen auch bisher erfolgreichen Unternehmen der Untergang mit dramatischen Folgen für die ganze Region.“

Der Landrat, in dessen Landkreis der Tourismus mit rund 800.000 Gästen und 2,5 Mio. Übernachtungen eine besondere Rolle spielt, richtet daher seinen dringenden Appell an die Verantwortlichen, den knapp 2.000 Beherbergungsbetrieben im Landkreis, den zahlreichen gastronomischen Betrieben aber auch den Winzerinnen und Winzern einen Ausweg aus der Krise aufzuzeigen.

Denn genau wie Eibes von der Richtigkeit der bisherigen Maßnahmen überzeugt war, die zur Eindämmung des Virus beigetragen haben, ist er vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen der Auffassung, dass es erlaubt sei, über eine baldige Öffnung insbesondere der gastronomischen Betriebe nachzudenken. Zum einen sinke die Zahl der Erkrankten im Landkreis und darüber hinaus kontinuierlich, zum anderen sehe er gerade den Hotel- und Gaststättenbereich als prädestiniert, um verantwortungsvoll mit den Hygieneanforderungen, die natürlich an eine Öffnung gekoppelt werden müssten, umzugehen.

„Einzelne Bundesländer haben sich auf den Weg gemacht und deutliche Signale gesetzt“, sagt der tourismusaffine Landrat und appelliert: „Diesem Beispiel sollte man auch in unserem Land folgen. Denn wie soll man dem Gastwirt erklären, dass sich die Menschen in seinem Restaurant bei Einhaltung der Abstände und Hygieneregeln einer höheren Gefahr aussetzen, als wenn sich sie sich in eine 100 Meter lange Menschenschlange vor der nächsten Eisdiele stellen.“


 

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