Trier (ots)

In Wurfsendungen und mit Hochglanzflyern werben derzeit verschiedene Anbieter für den Ankauf von Pelzen und Gold, für Polster- und Teppichreinigung oder das Neubeziehen von Polstermöbeln. Die Flyer werden auch als Beilage zusammen mit regionalen Zeitungen und Wochenblättern ausgeliefert, um deren Seriosität für ihre Geschäftsmodelle zu nutzen. Tatsächlich handelt es sich um Lockvogelangebote, bei denen Verbraucherinnen und Verbraucher in der Praxis nicht die beworbenen attraktiven Ankaufpreise bekommen oder höhere Rechnungen erhalten, als zuvor vereinbart.

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Pelze sind weitgehend aus der Mode gekommen, für manche Besitzerin alter Pelzmäntel oder -jacken hört sich die Kaufofferte zunächst nach einer guten Gelegenheit zum Verkauf der abgelegten Kleidungsstücke zu guten Preisen an. Aber auch hier gilt es, das Kleingedruckte zu lesen. Pelze werden – wenn überhaupt – nur angekauft, wenn gleichzeitig Gold in allen Formen mit verkauft wird. Beim Goldankauf wird auf den hohen Goldpreis aufmerksam gemacht, durch den eine einmalige Gelegenheit suggeriert wird, seine Wertsachen gerade jetzt zu verkaufen. Der aufmerksame Leser erkennt das Lockangebot auf Anhieb und lässt die Finger davon. Besondere Vorsicht ist angezeigt, wenn die Angebote Hausbesuche zur Bewertung der Ware vor Ort beinhalten. Seriöse Firmen arbeiten in der Regel anders! Daher sollte man von diesen Angeboten die Finger lassen und sich die Zeit und die Fahrtkosten sparen.

Bei den verschiedenen Dienstleistungen rund um Polstermöbel und Teppiche sollen Kunden durch angeblich unübertroffene günstige Preise für professionelle Reinigungen und Reparaturen angelockt werden. In der Vergangenheit haben sich solche Angebote häufig als unseriös und nicht professionell herausgestellt.

Bei den Werbenden handelt es sich dabei regelmäßig nicht um ortsansässige Firmen, die bereits seit Jahren in der Region nach allen Regeln der Handwerkskunst arbeiten und bekannt sind. Oft handelt es sich um reisende Geschäftsleute, deren Flyer nicht einmal besonders gut gemacht sind. Manche gutgläubigen Kunden haben schon vierstellige Summen für minderwertige Arbeiten bei solchen Anbietern bezahlt. Kunden, die Pelze oder Gold verkaufen wollten, haben sich auf einen „Kuhhandel“ eingelassen und ihre Waren deutlich unter Wert verkauft. Vereinzelt wurden Wohnungen bei den angepriesenen Hausbesuchen gezielt für spätere Eigentumsdelikte ausgespäht.

Die Polizei und Verbraucherzentrale Trier raten in diesem Zusammenhang dringend davon ab, auf solche Angebote einzugehen und geben folgende Tipps, damit Sie nicht Opfer eventueller Betrugsmaschen werden:

   -	Lassen Sie sich nicht durch vermeintlich gute Angebote zu 
vorschnellen Entscheidungen drängen
   -	Holen Sie Vergleichsangebote anderer ortsansässiger Firmen oder 
Anbieter ein
   -	Erkundigen Sie sich bei Handwerkskammern nach seriösen 
Unternehmen für die gewünschten Dienstleistungen
   -	Sollten die Handwerker überhöhte Preise fordern oder 
aufdringlich werden, rufen Sie sofort die Polizei
   -	Leisten Sie keine Vorauszahlungen und vereinbaren Sie einen 
schriftlichen Vertrag
   -	Geben Sie Ihre Möbel oder Teppiche nicht heraus, ohne die 
Durchschrift einer umfassenden Auftragsbestätigung erhalten zu haben
   -	Sollten Sie trotz aller Vorsichert Opfer dieser unlauteren 
Machenschaften geworden sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei 
Ihrer jeweiligen Polizeidienststelle
   -	Warnen Sie ältere Menschen in Ihrem Umfeld vor diesen Maschen

Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz sind unter Nennung der
Quelle zur Veröffentlichung frei.

Nachrichtenquelle

www.presseportal.de


 

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