Auch in 2020 hatte der Landkreis Bernkastel-Wittlich den Bürgerpreis „Stille Stars“ ausgelobt, um ehrenamtlich engagierte Persönlichkeiten oder ehrenamtliche Initiativen auszuzeichnen, die sich meist im Stillen, verborgen vor der Öffentlichkeit und abseits von traditionellen Ehrungen für das Allgemeinwohl und die Gemeinschaft engagieren.

Leider konnte der für Dezember 2020 geplante Festakt wegen der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden und wird deshalb am Dienstag, den 28. September 2021, 18.00 Uhr in der Synagoge in Wittlich nachgeholt. Herr Landrat Gregor Eibes wird die Auszeichnung im Beisein der Jury, dessen Vorsitzender er ist, vornehmen.

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Zu den Preisträgern:

Als Initiativen geehrt werden:

Die Dorfgemeinschaft Papiermühle,

die „Initiative Wittlich-Land und Stadt hilft sich“

und

die St. Josefsbruderschaft Wittlich 1845.

Die Dorfgemeinschaft Papiermühle wird insbesondere für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement in der Umsetzung des innovativen Projektes „Umwandlung der Filialkirche Papiermühle zu einem multifunktionalen Gebäude“ und für ihr vielseitiges Wirken für die Dorfgemeinschaft geehrt.

Aus der Not der Corona-Pandemie heraus ist die „Initiative Wittlich-Land und Stadt hilft sich“ über eine Facebook-Gruppe von Daniel Müller aus Bergweiler ins Leben gerufen worden. Die jetzt ausgezeichnete Initiative vernetzt Menschen, die andere Mitbürger unterstützen und ihnen Hilfen vermittelt, sei es fürs Einkaufen, für Besorgungen aus der Apotheke, zur Kinderbetreuung, Fahrten zum Arzt, Gassi gehen, etc. Durch diese Initiative wurde in der Wittlicher Region eine riesige „Welle der Hilfsbereitschaft“ ausgelöst und das auch nach der Flutkatastrophe Mitte Juli 2021.

Für die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen in sozialer Not engagiert sich seit 175 Jahren die 170 Mitglieder starke St. Josefsbruderschaft Wittlich, deren Wirken sowohl Gruppen, sozialen Einrichtungen als auch Einzelpersonen und Familien zugutekommt.

Folgende Einzelpersonen werden als „Stille Stars“ ausgezeichnet:

Doris Atzor und Ilona Spang aus Salmtal werden mit dem Bürgerpreis für ihren Einsatz im Umweltschutz, für ihre Müllsammelaktionen bei ihren Walking-Touren rund um Salmtal, ausgezeichnet.

Karin Hettgen aus Sehlem engagiert sich seit 25 Jahren ehrenamtlich in der Seniorenbetreuung im Altenzentrum St. Wendelinus in Wittlich und leistet damit einen wichtigen Beitrag gegen die Vereinsamung älterer Menschen.

Erich Morbach aus Zeltingen-Rachtig unterstützt seit Jahren ehrenamtlich sehr tatkräftig die Arbeit des Teams der Notfallnachsorge im Landkreis. Er hat immer ein offenes Ohr für Menschen in Not.

Das herausragende Engagement von Elke Merges aus Hupperath als ehrenamtliche Palliativ- und Sterbebegleiterin wird ebenfalls mit dem Bürgerpreis gewürdigt, weil sie mit viel Empathie und großer Kompetenz den betroffenen schwerstkranken Menschen und deren Angehörigen wertvolle Hilfe, Beistand und Unterstützung leistet.

Kurt Stumm aus Kleinich wird für sein ehrenamtliches Tun beim Aufbau und Betrieb des „Kleinen Scheunenmuseums“ in Kleinich und für seinen vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz für die Dorfgemeinschaft, z.B. als Mitglied des Heimat- und Verkehrsvereins geehrt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie engagiert sich Renate Wagner aus Maring-Noviand als ehrenamtliche Helferin und Betreuerin im Seniorenheim in Piesport. So unterstützt sie das Pflegepersonal und bewahrt durch ihr wertvolles soziales Tun die Bewohnerinnen und Bewohner vor Vereinsamung.

Heinz Wagner aus Gornhausen war „ehrenamtlicher Mehrkämpfer“ und wird für sein  ehrenamtliches Lebenswerk, für sein jahrzehntelanges, vielseitiges freiwilliges Wirken in den verschiedenen Ortsvereinen und für die Dorfgemeinschaft ausgezeichnet. Leider ist Herr Wagner im Sommer 2021 verstorben. Für ihn wird posthum sein Sohn Stefan Wagner die Auszeichnung entgegennehmen.


 

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