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Die Digitalisierung erreicht inzwischen fast alle Bereiche des Lebens. Nur in der Bildung hinkt sie noch etwas hinterher. In den Schulen ist der digitale Wandel noch nicht so weit fortgeschritten. Dafür gibt es mehrere Gründe. Seitens der Eltern und der Lehrkräfte gibt es vielerorts Vorbehalte gegen die Digitalisierung. Das liegt unter anderem daran, weil die Nutzung des Internets zumeist negativ behaftet ist. Zahlreiche Kinder verbringen täglich viele Stunden am Computer oder am Smartphone. Deshalb wünschen sich die meisten Eltern nicht, dass ihre Kinder auch im Schulunterricht mit Onlineinhalten konfrontiert werden.

Es gibt noch weitere Probleme

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Nicht nur die Vorbehalte zahlreicher Eltern und Lehrer verhindern den digitalen Wandel im Schulunterricht. Ein großes Problem ist der schleppende Ausbau des schnellen Internets. Nur etwa 20 Prozent aller Schulen in Deutschland verfügen über einen Breitbandzugang. Dieser ist jedoch von elementarer Bedeutung für den digitalen Unterricht. An den Schulen, an dem er bereits vorhanden ist, treten weitere Probleme auf. Es ist erforderlich, dass innerhalb des Gebäudes ein leistungsfähiges WLAN eingerichtet wird. Nur dann können alle Schüler gleichzeitig das Internet nutzen.

Des Weiteren muss eine geeignete Software angeschafft werden. Diese muss installiert und regelmäßig aktualisiert werden. Zudem sind Sicherheitsvorkehrungen wichtig. Es müssen entsprechende Sicherheitslösungen integriert werden. Dazu gehören die Einrichtung einer Firewall und die Installation einer Antivirensoftware. Des Weiteren müssen Zugangsrechte geregelt werden. Nur dadurch lässt sich verhindern, dass Schüler auf die Aufgaben der nächsten Klausur schon vorzeitig zugreifen können. Aber auch Angriffe von außerhalb müssen abgewehrt werden.

Die Einrichtung des Internets auslagern

Sollte an der Schule bereits ein leistungsfähiger Internetzugang vorhanden sein, ist es vorteilhaft, die Einrichtung der Schul-IT einem Fachbetrieb zu überlassen. Es handelt sich um eine sehr anspruchsvolle Arbeit, die von den Lehrkräften nicht nebenher erledigt werden kann. Durch die professionelle Einrichtung bekommt die Schule eine IT, die den gängigen Industriestandards entspricht. Deshalb ist auch die Sicherheit auf einem hohen Niveau. Zudem verringert sich die Gefahr, dass es zu Störungen oder Ausfällen kommt. Besonders wichtig ist es auch, dass ein Administrator für die Vergabe von Zugangsrechten bestimmt wird.

Einen Datenschutzbeauftragten bestimmen

In der Schule muss es auch einen Datenschutzbeauftragten geben. Seine Aufgabe besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass die Datenschutzbestimmungen immer eingehalten werden. Theoretisch könnte die Aufgabe von einem Lehrer übernommen werden. Empfehlenswert ist es jedoch nicht. Das liegt daran, weil sich die Datenschutzbeauftragten sehr oft unbeliebt machen. Um den Schutz der Daten zu gewährleisten, sind mitunter umständliche Maßnahmen erforderlich. Um diese durchzusetzen, könnte es zu Konflikten zwischen den Lehrkräften kommen. Deshalb ist es besser, wenn der Datenschutzbeauftragte von außerhalb kommt. Dann braucht er auch keine Rücksicht auf persönliche Beziehungen zwischen den Lehrern zu nehmen.

Lehrer müssen sich entsprechend fortbilden

Es gibt derzeit nur wenige Lehrkräfte, die sich mit einem digitalen Unterricht auskennen. Während des Studiums spielte dieses Thema noch keine Rolle. Deshalb ist es jetzt erforderlich, dass sich die Lehrer in entsprechender Weise fortbilden. Allerdings ist es nicht so einfach, weil die Zeit dazu fehlt. Es gibt einen großen Lehrermangel. Daher müssen die meisten Lehrkräfte ohnehin schon mehr arbeiten als ursprünglich geplant. Deshalb können die meisten aus zeitlichen Gründen an keiner Fortbildung teilnehmen.

Wer sich nur mit konventionellen Methoden des Unterrichts auskennt, kann nicht einfach so auf digitalen Unterricht umsteigen. Den Lehrern stehen völlig andere Möglichkeiten zur Verfügung. Mithilfe der interaktiven Whiteboards in den Klassenzimmern können sie den Schülern viel besser verschiedene Zusammenhänge verdeutlichen. Dazu müssen die Lehrer jedoch wissen, wo sie solch nützliche Inhalte finden.

So sieht es derzeit in den Schulen aus

In den meisten Schulen gibt es derzeit noch keinen digitalen Unterricht. Es wird noch mit Kreide an der Tafel unterrichtet. Es gibt aber auch schon ein paar Schulen, in denen teilweise digital unterrichtet wird. Das gilt dann meistens nur für einzelne Fächer. Dazu müssen die Schüler zumeist in einen speziellen Raum umziehen, in dem es schon ein Whiteboard gibt. Nur an wenigen Schulen findet ein vollständig digitaler Unterricht statt. In den Schulen befindet sich in jedem Klassenraum ein Whiteboard und die Schüler sind mit Laptops oder Tablets ausgestattet. Geplant ist es eigentlich, dass diese Form des Lernens in allen Schulen umgesetzt werden kann.

Digitaler Unterricht bietet viele Vorteile

Viele Menschen fragen sich, warum der digitale Unterricht so wichtig sein soll. Es sprechen mehrere Gründe für einen digitalen Wandel im Schulunterricht. Diese wären:

  • Schüler haben mehr Spaß am Lernen
  • Schwächere Schüler verstehen komplexe Inhalte
  • Interaktive Tafeln sind eine große Hilfe

Lerninhalte multimedial zu konsumieren, bedeutet mehr Spaß beim Lernen. Insbesondere schwächere Schüler können komplizierte Sachverhalte besser verstehen, wenn diese mit multimedialen Inhalten aufgearbeitet sind. Das führt oftmals zu einem besseren Verständnis. Zudem ist es im Mathematikunterricht auf interaktiven Tafeln möglich, einige Parameter zu ändern. Dann wird sofort erkannt, wie diese sich auf das Ergebnis auswirken. Dadurch erkennen die Schüler mathematische Zusammenhänge einfacher. Es besteht auch die Möglichkeit, selbst noch tiefer in die Materie einzutauchen.

Auch für die Lehrer ist es vorteilhaft, wenn ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Anhand anschaulicher Grafiken lässt sich das Wissen einfacher vermitteln als aus den Inhalten der Lehrbücher. Das gilt nicht nur für den Mathematikunterricht, sondern für sämtliche Schulfächer.

Zusammenfassung

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Die Digitalisierung der Schulen schreitet nur langsam voran. Das größte Problem sind fehlende Zugänge zum schnellen Internet. Dort, wo es bereits einen Breitbandanschluss gibt, sollte die IT in der Schule von einem versierten Fachbetrieb eingerichtet und gewartet werden. Zudem ist es erforderlich, dass sich die Lehrer diesbezüglich fortbilden, um den Unterricht mit digitalen Inhalten anbieten zu können.


 

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