20. Januar 2021

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Ausgezeichnete Versorgungskonzepte für ein „Zu Hause alt werden“

Symbolfoto alt Zeit

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Unsere Dörfer unterliegen einem stetigen Wandel. Neben einem steigenden Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung verändern sich auch die Familien- und Versorgungsstrukturen. Der Aufbau neuer Versorgungskonzepte, die einen Verbleib im eigenen Zuhause sowie eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bis in das hohe Alter weiterhin gewährleisten können, wird im Landkreis Bernkastel-Wittlich durch Ideenwettbewerbe angeregt und gefördert.

Dieser Aufgabe kommt in der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie eine besonders große Bedeutung zu. Corona-Risikogruppen wie ältere Hilfebedürftige, Menschen mit Vorerkrankungen aber auch pflegende Angehörige gilt es zu schützen und bei der alltäglichen Versorgung durch Hilfsangebote und Gespräche zu unterstützen.

„Umso mehr freue ich mich über die breite Beteiligung am achten Ideenwettbewerb `Zu Hause alt werden`“, lobt Landrat Gregor Eibes das bürgerschaftliche Engagement zum Aufbau von Fürsorgeangeboten in den Gemeinden des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Insgesamt wurde 13 Wettbewerbsbeiträge eingebracht, die aufzeigen, was auf der örtlichen Ebene getan werden kann, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Sechs der Wettbewerbsbeiträge wurden für eine Prämierung durch den Landkreis vorgesehen:

  • Ortsgemeinde Minheim: Sicherstellung von Teilhabe- und Unterstützungsangeboten durch einen Bürgerverein
  • Ortsgemeinde Platten: „Plattener Netzwerk“ bietet Hilfen für Ältere und Immobile
  • Ortsgemeinde Burgen: Verlebendigung der Dorfgemeinschaft und Schaffung von generationsübergreifenden Fürsorgestrukturen
  • Ortsgemeinde Hontheim:
    Aufbau eines ehrenamtlichen Fahrdienstes für ältere, immobile Bürger
  • Ortsgemeinde Maring-Noviand: Aufbau des sozialen Fahrdienstes – für ein lebendiges und fürsorgliches Miteinander
  • Ortsgemeinde Klausen: Vernetzung der Versorgungs- und Teilhabeangebote der Gemeinde durch einen Dorfbus

„Mit den Beiträgen des achten Ideenwettbewerbes werden den zentralen Bedarfslagen des Flächenlandkreises Bernkastel-Wittlich konkrete Lösungsstrategien entgegengestellt“, betont Eibes. Ursprünglich anvisiert wurde, die prämierten Wettbewerbsbeiträge in einer Veranstaltung zur Preisverleihung zu würdigen und der Öffentlichkeit vorzustellen, mit dem Ziel, ein Nachahmen der Initiativen in anderen Gemeinden anzuregen. Dies lässt sich dies aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation derzeit nicht realisieren.

Kontaktbeschränkungen und die Einhaltung von Sicherheits- und Hygieneregeln gelten auch bei der Umsetzung der Wettbewerbsbeiträge „Zu Hause alt werden“. Hilfreich kann es für ehrenamtliche Initiativen sein, eigene Sicherheitsregelungen zum Schutz von Helfern und Hilfesuchenden zusammenzutragen. Hierbei kann die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich unterstützen und Orientierung geben. Für einen direkten Kontakt steht der Sozialplaner der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich und Projektleiter der Ideenwettbewerbe „Zu Hause alt werden“, Mirko Nagel, Tel.: 06571 14-2408; E-Mail: Gemeinsam@Bernkastel-Wittlich.de, zur Verfügung.

„Trotz der notwendigen kontaktbeschränkenden Maßnahmen muss die Versorgung und die dahingehende gegenseitige Umsicht und Hilfestellung erhalten bleiben. COVID-19 darf nicht zur Vereinsamung von Alleinstehenden und einer verstärkten Überlastung von pflegenden Angehörigen führen.“ so Nagel. Er regt an, den Fokus von Initiativen der Gemeinden zur Versorgung der Bevölkerung ergänzend auf Telefonangebote zu legen: Ältere Menschen sollten, wenn möglich, angerufen werden, um sich nach dem Wohlbefinden zu erkundigen und über Hilfsangebote und die Einhaltung von Sicherheitsregelungen zu informieren.

Der Landkreis, ebenso wie seine Verbands- und verbandsfreien Gemeinden haben dahingehend Hotlines eingerichtet, die notwendige Hilfen an alleinstehende, ältere Hilfesuchende und Corona-Risikogruppen vermitteln können. Auch diese Informationen laufen bei Mirko Nagel zusammen. Darüber hinaus brauche es ortsgemeindeeigene Sorgestrukturen, die über die Ideenwettbewerbe „Zu Hause alt werden“ angeregt und gefördert werden, führt Nagel weiter aus. „Die sechs Gemeinden, die sich erfolgreich in den achten Ideenwettbewerb eingebracht haben, zeigen, wie es gehen kann und bieten der Bevölkerung konkrete, wohnortnahe Ansprechstellen und Hilfen für ein „Zu Hause alt werden“.


 

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