Mulcharbeiten im „Wittlicher Quetschenberg“ (Fotos: Andreas Schmitt).

Wittlich

Am Montag dem 11.01.2021 haben bei optimalen Witterungsbedingungen die ersten Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung im westlichen Bereich des “Wittlicher Quetschenberg“ begonnen. Mit schwerem Gerät wurde die seit Jahrzehnten gewachsene Verbuschung zwischen den Streuobstbäumen entfernt.

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Was für den interessierten Betrachter zunächst nicht nach filigraner Arbeit aussieht und dem ein oder anderen sicherlich auch einen Schrecken einjagen konnte, ist jedoch sorgfältig durch die Stadtverwaltung unter Einbeziehung mehrerer Fachbüros und der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung geplant worden und wird den höchsten Naturschutzstandards gerecht.

Der Forstmulcher ist ausschließlich mit ökologischer Baubegleitung im Einsatz, d. h. eine Fachkraft für Naturschutz begleitet die Mulcharbeiten vor Ort und legt fest, welche Gehölze entfernt werden können und welche nicht. Außerdem achtet sie auf erhaltenswertes Totholz, Ameisenhaufen oder sonstige Quartiere, die nicht beeinträchtigt werden sollen.


Ziel der Maßnahmen ist die Wiederherstellung einer Offenlandschaft mit ökologisch wertvollen Streuobstwiesen in Verbindung mit Heckenstrukturen, die Lebensraum für eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten bieten werden.

So soll zum Beispiel der Wendehals hier wieder heimisch werden. Auch eine Reihe von bedrohten Fledermausarten wird den neuen Lebensraum dankbar annehmen. Würden die Flächen weiter sich selbst überlassen, ginge mit fortschreitender Zeit ein wertvoller Lebensraum unweigerlich verloren. Auch seltene Orchideen hätten in dem dann bewaldeten Areal keine Möglichkeit mehr zu gedeihen.

Sobald die Mulcharbeiten beendet sind, werden die alten Obstbäume von Fachleuten saniert und in Abstimmung mit den Eigentümern der Flächen alte Streuobstsorten nachgepflanzt. Ab Mai sollen die Flächen mit Schafen beweidet werden.

Wendehals (Foto: Martin Becker).

Auch wenn vieles nun zunächst nach Zerstörung aussieht – die wiederhergestellten Streuobstwiesen werden ein wertvoller Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere sein und nebenbei auch das Landschaftsbild aufwerten und der Naherholung dienen.

Bei Fragen zu dem Projekt wenden Sie sich an:

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Stadtverwaltung Wittlich, Fachbereich II, Herrn Andreas Schmitt, Telefon: 06571-171250 oder andres.schmitt@stadt.wittlich.de.


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